Wenn du die neue App mindestens einmal geöffnet hast, musst du den meditativen Soundtrack im Hintergrund gehört haben. Wir haben ihn hinzugefügt, um den richtigen Ton zu setzen und Nutzer:innen in eine kontemplative Atmosphäre eintauchen zu lassen, die ihnen hilft, sich an vergangene Reisen zu erinnern oder künftige zu planen.
Wenn du das Videoformat bevorzugst, hier ist das Video über den Soundtrack unserer App:
Wie ich im Artikel über das Konzept von Me erwähnt habe, wollten wir, dass tTravel nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein künstlerischer Ausdruck ist.
Die Geburt der Idee eines App-Soundtracks
Die Idee für einen App-Soundtrack entstand erstmals bei meiner Recherche zu Konkurrenz-Apps. Als ich die App Louis Vuitton City Guide erkundete, bemerkte ich ihren Einsatz von Musik und Soundeffekten, was einen Gedanken auslöste: Könnte Musik tTravel aufwerten? Damals sah ich sie als nettes Extra, nicht als Notwendigkeit – bis ich Gris entdeckte.
Gris ist mehr als ein Videospiel; es ist ein Kunstwerk. Seine beeindruckende Bildsprache beeinflusste tTravels Design und das Aussehen unseres Maskottchens Me. Doch die eigentliche Magie liegt in seinem Soundtrack, komponiert von Berlinist. Die Musik war transzendent und ergänzte die künstlerische Atmosphäre des Spiels perfekt. Ich verwendete sogar Stücke aus Gris als Hintergrundmusik für meinen internen Video-Pitch des neuen App-Konzepts vor unserem Team:
Während ich das Konzept für tTravel entwickelte, arbeitete ich oft mit dem Gris-Soundtrack im Hintergrund. Er war nicht nur Inspiration – er war ein Katalysator. Dieses Erlebnis machte klar: tTravel brauchte eigene Musik, um dieselbe emotionale Tiefe hervorzurufen.
DIY: Ein ernüchternder Versuch
Zunächst versuchte ich, die Musik selbst zu komponieren. Als wir uns dieser Aufgabe näherten, hatte der DIY-Ansatz für uns bereits ziemlich gut funktioniert: Mit DALL-E hatte ich Länder-Thumbnails, Hintergrundbilder für den Startbildschirm, Sticker und Me-Skizzen erstellt, während Sasha Buratynskyi die endgültige Version von Me als Vektorgrafik zeichnete. Warum also nicht auch selbst einen App-Soundtrack komponieren? :)
Mit meinen begrenzten Spiel- und Aufnahmefähigkeiten kam dabei Folgendes heraus:
Obwohl es ein unterhaltsames Experiment war, wurde klar, dass wir nicht alles selbst machen können... :) Wir wollten, dass die Musik wirklich auf den Punkt ist, nicht einfach Musik um der Musik willen. Sie sollte sich wie Meereswellen anfühlen und dich in einen meditativen Zustand ziehen. Dafür brauchten wir mehr als amateurhafte Fähigkeiten.
Hin zu den Profis
Entschlossen, den richtigen Klang zu finden, wandte ich mich an Berlinist in der Hoffnung, dass sie einen Track für uns komponieren könnten. Leider erhielt ich keine Antwort.

Dann sprang Sasha Buratynskyi ein. In einem früheren Leben hatte Sasha eine starke Verbindung zur Musikwelt. Er spielte in einer Band namens In Diana, arbeitete als Toningenieur und produzierte sogar Video-Interviews mit Schlagzeugern. Eines dieser Interviews führte er mit Oleksandr Solokha, einem talentierten Schlagzeuger, der für seine Arbeit mit O.Torvald, Lika Bugaeva und DJ Tapolsky bekannt ist:
Sasha kontaktierte Oleksandr, der inzwischen begonnen hatte, eigene Musik zu komponieren. Zu unserer Freude sagte Oleksandr zu – und traf beim ersten Versuch ins Schwarze. Sein Track fing genau die meditative, entspannte und emotionale Stimmung ein, die wir suchten. Es ist erstaunlich, wie alte Verbindungen Jahre später zu solch glücklichen Ergebnissen führen können!

Fazit
Jetzt, da die App seit mehreren Monaten live ist, können wir mit Sicherheit sagen, dass der App-Soundtrack sein Ziel erreicht hat. Zwar lassen sich Begriffe wie „Meditation“ oder „emotionale Verbindung“ nicht direkt messen, doch ihr Einfluss zeigt sich in einer wichtigen Kennzahl: der Sitzungsdauer. Nutzer:innen verbringen deutlich mehr Zeit in der App, was beweist, dass die Musik ein ansprechenderes Erlebnis schafft.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass nur 8 % der Nutzer:innen die Musik in den Einstellungen ausschalten. Und ich persönlich schalte tTravel manchmal einfach ein, um sie zu hören :)
Lade tTravel für iOS oder Android herunter, falls du es noch nicht getan hast. Bleib für weitere Geschichten über die kreative Reise von tTravel dran!
Von: Artem Shambalov
